Fall des Monats April 2016: Kreuzbandriss bei einem jungen Hund

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Vorgestellt wurde uns der junge Rüde Monti wegen einer Lahmheit des linken Hinterbeines. Nach einigen Untersuchung war klar, Monti’s Kreuzband war gerissen. Ein Kreuzbandriss beim Hund ist nichts seltenes. Wird er aber nicht rechtzeitig erkannt und fachgerecht versorgt, wird das Kniegelenk dauerhaft geschädigt.

Im Kniegelenk verlaufen das vordere und hintere Kreuzband, die Ober- und Unterschenkel miteinander verbinden. Sie sorgen für Stabilität und verhindern eine Verschiebung des Ober- gegen den Unterschenkel nach vorne oder hinten.Das Kniegelenk ist das wichtigste Gelenk des Hundes, um sich kräftig und effizient fortzubewegen. Entsprechend hoch sind die Kräfte, die an diesem Gelenk wirken und die Bänder, Sehnen, Knorpel und Muskeln stark beanspruchen. 

Monti musste operiert werden, es wurde bei ihm eine TPLO durchgeführt. Die Tibial Plateau Leveling Osteotomy (TPLO) ist eine weit verbreitete Methode zur Operation des vorderen Kreuzbandrisses beim Hund. Sie gehört zu den „biomechanischen“ Methoden, bei denen das gerissene Band nicht ersetzt wird. 

Monti hat die Operation gut überstanden und auch schon sehr schnell sein Bein wieder belasten können. Der Hund beginnt meist 24 Stunden nach der Operation das Bein vorsichtig zu belasten, zwei Wochen nach der Operation kann das Bein gut belastet werden. Eine Röntgenuntersuchung erfolgt sechs bis acht Wochen nach der Operation, die vollständige Heilung ist nach zwei Monaten zu erwarten. 

erstellt am: 27. Mai 2016 | von: Dr. Iris Fröhlich | Kategorie(n): Fall des Monats | Tags: , , , , ,

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