Kastration beim Rüden – sinnvoll oder nicht?

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Als reine Vorsorgemaßnahme bei jungen Hunden wird die Kastration von uns nicht empfohlen da das Wegfallen des Testosteron große Veränderungen bewirkt.
Allerdings gibt es einige medizinische Indikationen. So sollte ein Kryptorchide in jedem Fall kastriert werden, da hier die Hoden nicht in den Hodensack abgestiegen sind und die Gefahr der Tumorentwicklung der Hoden deutlich erhöht ist. Weitere Gründe sind Prostataerkrankungen, Hodentumore, Tumoren im Perianal Bereich oder Perinealhernien. 
Auch bei Rüden mit einer extremen Hypersexualität kann sich eine Kastration positiv auswirken.
Allerdings ist eine Kastration kein Allheilmittel gegen mangelnden Gehorsam oder nicht sexuell motivierte Verhaltensprobleme.

Bei nicht medizinisch indiziertem Kastrationswunsch, empfiehlt es sich, vor einer Kastration eine sogenannte hormonelle Kastration durchzuführen. Heutzutage steht dafür der Suprelorin Chip zur Verfügung. Die Wirkung hält je nach Chip 6 bis 9 Monate an. So kann man als Hundehalter feststellen, ob man wirklich einen “kastrierten” Rüden haben möchte. Wenn ja, kann man dann eine Kastration andenken.

erstellt am: 31. Januar 2017 | von: Dr. Iris Fröhlich | Kategorie(n): Allgemein, Thema des Monats | Tags:

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