Vergiftungen bei Hund und Katze: Rattengift

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Die in der Nagerbekämpfung eingesetzten Rattengifte sind auch für Hund und Katze giftig. Es handelt sich um verschiedene Formen des Wirkstoffes Cumarin, der zu einer Störung der Blutgerinnung führt, die im Verbluten enden kann. Der Stoff hemmt das Vitamin K im Körper das für die Blutgerinnung benötigt wird. Es gelangt über das Blut in die Leber und macht dort das Vitamin K unwirksam. Somit können mehrere Gerinnungsfaktoren nicht mehr hergestellt werden, weil dafür Vitamin K benötigt wird.

Blutungen können in jedem Organ auftreten und die Symptome daher sehr unterschiedlich sein. Häufige gut erkennbare Symptome sind blutiger Kot, Urin oder blutiges Erbrechen. Blasse Schleimhäute im Maul und an den Augen sowie Mattigkeit und Schwäche können ebenso beobachtet werden. Wenn nicht eingegriffen wird und die Vergiftung fortschreitet können starkes Hecheln und Atemnot beobachtet werden.

Häufig wird die Giftaufnahme vom Tierbesitzer nicht bemerkt und manche neueren Cumarine haben eine verzögerte Wirkung das heißt es kann schon Tage her sein, dass das Tier mit dem Gift in Kontakt kam und seine volle Wirkung entfaltet es erst später.

Werden aber oben genannte Symptome beobachtet, müssen Sie sofort einen Tierarzt aufsuchen, er kann über eine entsprechende Untersuchung des Blutbildes und der Blutgerinnungsparameter die Diagnose stellen und eine entsprechende Therapie einleiten.

Wird die richtige Diagnose rechtzeitig gestellt und die entsprechende Behandlung eingeleitet, geht es den Tieren meist bald besser.

erstellt am: 17. September 2015 | von: Dr. Iris Fröhlich | Kategorie(n): Allgemein, Thema des Monats | Tags:

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