Warum Barfen?

Kühlschrank

In letzter Zeit habe ich mich viel mit dem Thema “Barfen” beschäftigt. Als Tierarzt ist man ständig mit Krankheiten wie Allergien, Verdauungsstörungen etc konfrontiert die in den letzten Jahren stark zugenommen haben. Warum sind plötzlich so viele Hunde allergisch? Ist das eine Modeerscheinung? Tatsache ist, dass sehr viele Hunde an Erkrankungen der Haut und der Verdauung leiden, die bedingt durch Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind. Viele Hunde kratzen und beißen sich bis sie blutig sind. Parasiten und sonstige mögliche Ursachen können oftmals ausgeschlossen werden. Grund genug sich zu fragen was dahinter steckt. Der Verdauungstrakt des Hundes ist nun mal der eines Fleischfressers, genauso wie sein Gebiss. Viele industriell gefertigte Nahrungsmittel enthalten zu einem großen Teil Getreide und Tiermehl. Getreide ist ein preiswerter Füllstoff, der satt macht aber auch verantwortlich ist für die vielen Erkrankungen wie Allergien und Verdauungsstörungen. Der Kot ist voluminös, das Futter schlecht verdaulich.

Was ist nun Barfen? barfen= biologisch artgerechte Rohfütterung. Alles in allem simuliert der Mensch mit der Barf-Diät eine natürliche Ernährung in Richtung Beutetier – Fleisch und Knochen als Energie und Calciumlieferanten, Gemüse, Kräuter und Obst für die Vitaminzufuhr. Alle Zutaten sind ROH.

Welches Fleisch darf ich füttern und welches nicht? Prinzipiell darf alles gefüttert werden außer Schweinefleisch. Rohes Schweinefleisch kann das Aujezky-Virus enthalten, der für den Hund tödlich ist. Das Virus wird bei einer Temperatur von 60 °C und mehr abgetötet.  Gemüse roh verabreicht soll immer püriert werden da die zellulosehältigen Pflanzenzellwände von rohem Gemüse für den Darm des Hundes nicht verdaulich sind. Wunderbar eignen sich Karotten, Broccoli, Zucchini, Spinat…

am besten Sie probieren es aus… bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung

erstellt am: 3. Dezember 2015 | von: Dr. Iris Fröhlich | Kategorie(n): Allgemein, Thema des Monats | Tags: , ,

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